→protect every kiss 2009 – Berlin küsst mit Wann: 17. Mai 2009, 12:00 Uhr Wo: Am „Homomahnmal“, in Berlin-Tiergarten (Ebertstraße, gegenüber dem Holocaust-Mahnmal, 3 Min. vom U-/S-Bahnhof Potsdamer Platz) Homosexualität ist keine Krankheit! Am 17. Mai 1990 beschloss die Generalversammlung der Weltgesundheits- organisation (WHO) längst Überfälliges: Homosexualität von der Liste psychischer Krankheiten zu streichen. Der 17. Mai wurde daraufhin zum Internationalen Tag gegen Homophobie ausgerufen. Das Europäische Parlament betonte im Januar 2006, dass Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung auf das Schärfste verurteilt wird – eine Kampfansage gegen Homophobie und Hassgewalt, der alle Mitgliedstaaten verpflichtet sind. „Schwule Sau!“ Ein Schimpfwort macht unliebsame Karriere, besonders unter Jugendlichen: „Schwule Sau!“ – beileibe keine Bagatelle, sondern ein Angriff auf das Selbstbestimmungsrecht und die auf Gleichheitsgrundsätzen aufbauende Solidargemein- schaft. Emanzipatorische Aufklärungsarbeit zu leisten, ob in der Schule oder der allgemeinen Öffentlichkeit, ist daher eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Nach wie vor werden Homosexuelle verfolgt, inhaftiert, sogar hingerichtet Diskriminierung, Ausgrenzung, Gewalt: Trotz Streichung des §175 im Jahre 1994, Einführung der „Homo-Ehe“ und des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) ist eine breite gesellschaftliche Akzeptanz gegenüber Homosexuellen in Deutschland keineswegs selbstverständlich. In anderen Ländern verhallt der Ruf nach Toleranz gänzlich ungehört, Homosexualität wird gar als Straftat verfolgt: Noch in jüngster Zeit fanden öffentliche Hinrichtungen von schwulen Jugendlichen in Saudi-Arabien und Iran statt – Menschenrechtsverletzungen, die nicht hinnehmbar sind. MANEO macht mobil Weltweit machen rund um den 17. Mai zahlreiche Organisationen mit Aktionen und Veranstaltungen auf Homophobie, Diskriminierung und Gewalt aufmerksam – Maneo mobilisiert mit. Sei dabei! |